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Viele Topteams, kein Überflieger: Spannung im Kreisliga-A-Titelkampf

Lüdenscheid – Der erste Tabellenführer hieß TSV Rönsahl, nach den Spieltagen Nummer zwei und drei war der TSV Werdohl vorne, ehe er am Sonntag vom TSV Lüdenscheid abgelöst wurde.

Einiges deutet daraufhin, dass dem Lüdenscheider Kreisliga-Oberhaus trotz des noch frühen Zeitpunkts nach Jahren der Langeweile an der Tabellenspitze wieder einmal ein spannender Kampf im Titelrennen ins Haus steht. Die knappste Entscheidung im Meisterrennen liegt mittlerweile gut zehn Jahre zurück: Die FSV Werdohl II stieg nach der Saison 2009/10 mit vier Zählern Vorsprung auf den RSV Meinerzhagen in die Bezirksliga auf. Die Jahre danach waren von zahlreichen Alleingängen geprägt, wobei der TuS Grünenbaum 2017/18 den Vogel abschoss, liefen die Kreisch-Kicker doch mit unglaublichen 31 Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger TuS Neuenrade als Meister ins Ziel. Zweistellige Punktevorsprünge der Erstplatzierten gab es auch 2014/15 (erneut Grünenbaum mit elf) sowie 2016/17 (Phoenix Halver mit zwölf), zuletzt hatte der TuS Ennepe bis zum Abbruch nach 15 Spieltagen – bis dahin noch ungeschlagen – gegenüber dem TSV Rönsahl mit sieben Punkten Vorsprung alles im Grif.

Und jetzt? Schon vor der Saison war das Feld der vermeintlichen Favoriten so breit gestreut wie schon lange nicht mehr. Vizemeister TSV Rönsahl (fast unverändert) und der Rangdritte TuS Stöcken-Dahlerbrück (noch verstärkt) wurden genannt, aufgrund zahlreicher höherklassiger Neuzugänge der VfB Altena und TSV Werdohl, dazu der SC Plettenberg und mit dem TuS Linscheid-Heefeld der vermeintliche stärkste der vier Aufsteiger. Was sie zudem bisher eint: Sie haben allemal schon Federn gelassen. Die Linscheider sind zumindest das einzige Team im 16er-Feld, das noch ungeschlagen ist, derweil der SC Plettenberg bis dato komplett enttäuschte, das traurige Alleinstellungs-Merkmal besitzt, noch punktlos zu sein.

Traditionell gehört in der Regel auch der TSV Lüdenscheid zumindest zum erweiterten Favoritenkreis. Dass das diesmal nicht der Fall war, hatte auch damit zu tun, dass es in Person von u.a. Fabio Schröder, Levin Friese, Cengiz Browarski, Caglar Tabakoglu, Alpaslan Demetgül oder auch Mario Pepe einen personellen Aderlass von Stammkräften gab, den es erst einmal zu kompensieren galt. Und die Befürchtungen schienen sich auch zu bestätigen, denn die Vorbereitung brachte viele Niederlagen mit zum Teil einer happigen Anzahl von Gegentoren.

Tolle Entwicklung jedes Einzelnen am Wefelshohl

Doch gerade dieser Mannschaftsteil hat sich beim Wefelshohl-Team zum Prunkstück entwickelt, gerade einmal ein Gegentor steht bis dato zu Buche – Ligabestwert. „Daran haben wir hart gearbeitet und tun es immer noch. Zudem agieren wir auch nicht mehr so offensiv wie in den Testspielen, und das zahlt sich bisher aus“, freut sich Trainer Yusuf Karaman nicht nur über die Entwicklung seines neuen Teams, sondern auch jedes Einzelnen.

„Unser Torwart Moritz Schubel spielt eine starke Saison, die Viererkette, egal in welcher Besetzung, steht, unsere Youngster wie Eray Inan, Eren Altay und Dogukan Eker, sowie Utku Ercin und Caner Karaboga, die im Vorjahr noch in der Reserve gespielt haben oder für sie eingeplant waren, werden immer besser. Ich könnte noch viele andere Namen nennen, Fakt aber ist, dass da etwas zusammenwächst und der Zusammenhalt vorbildlich ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal regelrecht davon schwärmen kann, wie zweikampfstark eine TSV-Mannschaft ist. Aber aktuell ist es einfach so. Letztlich sind wir jedoch noch lange nicht am Ende der Fahnen-stange“, sieht der Übungsleiter im fußballerischen Bereich und der Chancenverwertung noch erhebliches Steigerungspotenzial.

Gleichwohl verbietet es sich für Karaman, irgendwelche Aufstiegsambitionen zu artikulieren. „Es klingt abgedroschen, aber ich denke nur von Spiel zu Spiel, und das erwarte ich auch von der Mannschaft. Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, mehr aber auch nicht. Wir haben jetzt gegen den VfB Altena, TSV Werdohl und TSV Rönsahl in Folge drei Hammerspiele vor der Brust, da kann das Pendel auch ganz schnell in die andere Richtung ausschlagen“, warnt er vor jeglicher übergroßer Euphorie.

Quelle: Come-on

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